Indienreise 1

Vorspann & Reiseroute

Reiseroute nach Indien. Auf der Autobahn nach Ancona. Angstschweiß wenn man zusieht, wie professionelle "Brummikollegen" ihre 20 Meter langen Sattelzüge rückwärts, auf den Millimeter genau, in den Fährenbauch bugsieren, drei Tage lang Sonnendeck über das Mittelmeer nach Izmir und dann über Land durch die Türkei, den Iran und Pakistan nach Indien. 15.000 km schöne, spannende und abwechslugsreiche Landschaften, Mittel- und Ostanatolien, die westiranische Gebirgswüste, die Wüste Lut, Belutschistan in Pakistan, um nur einige zu nennen.

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Das waren sie dann, die 15.000 km, ich bin im "gelobten Land" (Bericht 1). Gelobtes Land, fremdes Land, mystische Kultur - auf was habe ich mich da eingelassen? Die Karte rechts zeigt die Unionsstaaten Indiens, meine Reiseroute durch den Subkontinent, die Ziffern korrespondieren mit der Berichtsnummerierung links in der Menuleiste. Es geht im Punjab (Fünfstromland) los, Amritsar, der goldene Tempel der Sikhs, eine schöneres "Willkommen" ist schwer vorstellbar. Chandigarh, Le Corbusier schuf die wohl ausgefallendste Stadt Indiens, einen Abstecher hinauf in die Foothills des Himalaya und weiter durch die Staaten Haryana, Delhi nach Rajasthan (Bericht 2). Sechs Woche Rajasthan, sechs Wochen Forts, Maharadjapaläste, die rosarote Stadt, die blaue Stadt, die goldene Stadt, geschichtsträchtig, voller Kulturgüter und toller Museen, der Sufismus, ein religöses Konzept, das zu denken gibt und, natürlich nicht zu vergessen, der einmaligen rajasthanischen Küche (Bericht 3). Besuch aus Deutschland, Tochter Heike wünscht eine Rajasthan Sightseeingtour; soll sie haben, einschließlich dem Taj Mahal in Agra und dem Kaleodeo Bird Sanctuary National Park in Uttar Pradesh (Bericht 4). Es wird Winter in Nordindien und lausig kalt (wenigstens für einen Sonnenverwöhnten wie mich), Flucht nach Süden, 1600 km weiter wartet Goa, das Strandparadies, das, völlig unerwartet, auch heute noch, versteckt, man muss schon ein wenig suchen, idyllische, einsame, verträumte Strände bietet. Vijayanagar, "The City of Victory", heute heisst es Hampi und liegt im Staate Karnataka, Eindrücke aus der leider von den Mogulen zerstörten Hauptstadt des letzten großen hinduistischen Königreichs Zentralindiens. Und dann einen großen Bogen durch Zentralindien selbst, dem Teil des Subkontinents, der in Reiseführern als fade, öde, staubig und unatraktiv beschrieben wird. Welch ein Hohn - dies ist das eigentliche, ursprüngliche Indien, mit seinen Dörfern, Farben und Gerüchen. Grosse Bogen in und um Jabalpur, einer Provinzstadt im Herzen von Madhya Pradesh, einer Provinzstadt mit drei Millionen Einwohnern, wie das im überbevölkerten Indien so üblich ist, Eindrücke aus dem Leben indischer Freunde, mitternächtliche Fotosafari zu den "marble rocks" am Narmara Fluss bei Vollmond (Bericht 5). Ein Stück des Weltkulturerbes, ein voyeurristisches, feinste Steinmetzarbeit in einem riesigen Tempel, eine gemeisselte Kamasutra, der Tantrismus vor 1000 Jahren hat es ermöglicht, wir besuchen die erotischen Tempel von Kajuraho (Madhya Pradesh). Und dann ist der Bogen auch schon wieder geschlossen, sechs Monate, randvoll mit Eindrücken und Erfahrungen gehen zu Ende. Delhi, Visa für die Rückreise - Tschüss, Schade! (Bericht 6).